yesterday wurde ich von meinem nachbarn entfuehrt. naja, eigentlich war er nur in weggehstimmung und ich hatte noch nichts getrunken. also sprang ich frohen mutes zuerst unter die dusche und nach einem duell mit dem die feuchtigkeit aufnehmenden baumwollfrotteetuch in frische klamotten. friesisch herb fragte er mich, als er dann so in der tuere stand: "...und was ist mit rasieren?" hey, rasieren, wir haben winter. ich wohn im biosphaerenreservat mit oezzy, bigfoot und der biberbande, rasieren die sich?
also haben wir und reingezwaengt in meinen flotten huepfer und duesten gen magdeburg. das gefuehl des hungers kennen wir zwar nicht, aber so einen leichten appetit verspuren wahre maenner doch staendig. also rechts ran burger queen kaeply besuchen, quatsch die wohnt ja in lu und hier wurden wir eher von king karl bedient. der cheesburger schmeckte wie einer und die cola schmeckte auch nicht nach orangensaft. das lob ich mir die fastffodketten, meist stimmt der geschmack mit dem langjaehrig dem gaumen zugemuteten ueberein.
kurz standen wir vor der kiddy disse, wo die nettigkeiten stiefel bis zum hals trugen und auf dem parkplatz anscheinend die amtssprache russisch herrschte. da wir kein woerterbuch dabei hatten und auch nicht unsere kreditkarten bis zum anschlag ueberbeanspruchen wollten fuhren wir ein stueck weiter.
unserer altersklasse entsprechend drehten wir auch eine runde vor der behindertenwerkstatt siemensring. fast waeren wir soweit gewesen, da wurde uns ganz anders. die betagtere jungfer die uns vor ein paar jahren bei ihrem vierundsiebzigsten unter den tisch getrunken hatte rollte mit ihrem elektrogaul richtung eingangsportal des tanzschuppens. ich gab gas und fuhr von dannen.
es muss doch auch noch was anderes geben als kids club und puerrierte rindershakes. was mit messer und gabel, weniger ambiente und mehr feingefuehl. schwubs und schon standen wir mitten im durchgang zwischen theke, tanzflaeche und pissoar in der feuerwache. zack noch ein ellenbogen im kreuz, eine bedeckte brust an meinem alkoholentzogenen bier, ein bodybuilder auf meinem rechten zeh und nochmal ein ein kreuz in meinem kreuz. das muss es sein. der club mit musik, alkohol und netten menschen. mein nachbar genoss sichtlich die gesteigerte atmosphaere und sein dunkles guinnes. ich war und blieb eisern nuechtern und dazu auch mitten im gang stehen. zack noch ein ellenbogen, diesmal im bauch. doof, einfach nur doof, nuechtern in ner disse. die leute wurden auch nach drei alkoholfreien nicht schoener und die musik auch nicht besser. ich will nicht sagen, dass es dort schlecht war, aber mein allgemeinzustand entsprach nicht der ausgesuchten umgebung. ein warmes bett, ein kasten bier und dsl waren alles was ich in diesem moment ersehnte. nein, ich bleib tapfer. ich muss da durch. man kann auch ohne spass weggehen, aeh - man kann auch ohne alkohol spass haben. moechte wissen wer den mist verzapft hat. ich hatte zumindest kein spass. ich hasse betrunkene menschen. also solang ich das noch mitbekomme. gut wir entschlossen uns gegen zwei abzuhauen. bitte? um zwei? wann hab ich jemald eine disco vor betriebsschluss verlassen? keine ahnung. vielleicht kann ich mich auch nur nicht erinnern. ich bin bestimmt schon oeffters mal um zwei gegangen ... oder vielleicht wenigstens von tuerstehern gegangen worden? immerhin hielt ich fast drei stunden aus, obwohl nicht mal in der mitte ein schwein auf einem lagerfeuer gegrillt wurde. dazu ein paar pfadfinderlieder haette mich bestimmt mehr animiert.
geil - zuhaus. kasten bier ans bett, klapprechner angeschmissen und w-lan auf hochtouren. ich bin angekommen ;-)
Sonntag, 25. November 2007
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